{"id":2337,"date":"2025-09-19T07:19:03","date_gmt":"2025-09-19T05:19:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kalamata-implantology.gr\/cheirourgiki-stomatos-geniki-ygeia\/karkinos-tou-stomatos\/"},"modified":"2025-12-13T13:07:57","modified_gmt":"2025-12-13T11:07:57","slug":"karkinos-tou-stomatos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kalamata-implantology.gr\/de\/cheirourgiki-stomatos-geniki-ygeia\/karkinos-tou-stomatos\/","title":{"rendered":"Mundh\u00f6hlenkrebs"},"content":{"rendered":"<p>B\u00f6sartige Tumoren in der Mundh\u00f6hle werden als Mundh\u00f6hlenkrebs bezeichnet. Zur Mundh\u00f6hle gez\u00e4hlt werden die gesamte Mundschleimhaut vom Lippenrot bis zum vorderen Gaumenbogen, der harte Gaumen, die Wangenschleimhaut, das Zahnfleisch, der Mundboden und die bewegliche Zunge. Sowohl Lippenkrebs als auch Zungenkrebs sind somit eine Art von Mundh\u00f6hlenkrebs.<\/p>\n<p>Ca. 90% der Mundh\u00f6hlenkrebse sind Karzinome, also Krebsgew\u00e4chse, die vom Epithel (Gewebe, das ein Organ oder Schleimh\u00e4ute nach au\u00dfen hin abgrenzt) ausgeht. Von den verschiedenen Karzinomarten handelt es sich \u00fcberwiegend um sogenannte Plattenepithelkarzinome. Nur selten entwickelt sich der Krebs aus anderen Geweben wie etwa den Schleimhautdr\u00fcsen. Mundh\u00f6hlenkarzinome geh\u00f6ren ebenso wie Rachenkrebs und Kehlkopfkrebs\u00a0zur Gruppe der Kopf-Hals-Karzinome, die in der Rangliste der weltweit neu auftretenden Tumorerkrankungen unter den Top 10 rangieren. Sie machen hier einen Anteil von rund 30% aus.<\/p>\n<p>B\u00f6sartige Tumoren entstehen, darin sind sich Experten einig, stets im Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die zum Teil schicksalhaft sind \u2013 wie etwa eine genetische Veranlagung. Oder anders gesagt: Ob man an einer bestimmten Krebsform erkrankt oder nicht, l\u00e4sst sich praktisch nie auf eine einzige Ursache zur\u00fcckf\u00fchren. Das gilt auch f\u00fcr Mundh\u00f6hlenkrebs. So entwickeln l\u00e4ngst nicht alle starken Raucher irgendwann in ihrem Leben diese Krebsart.<\/p>\n<p>Aber\u00a0<strong>um die 90% der betroffenen Patienten sind starke Raucher<\/strong>. Tabakrauchen ist somit ein ganz entscheidender Risikofaktor f\u00fcr b\u00f6sartige Tumoren im Mundraum, insbesondere in Kombination mit\u00a0<strong>Alkoholabh\u00e4ngigkeit<\/strong>. So ist die Wahrscheinlichkeit eines Mundh\u00f6hlenkarzinoms bei Rauchern, die gleichzeitig noch viel Alkohol trinken \u2013 vor allem Hochprozentiges wie Schnaps oder Weinbrand \u2013, mehr als doppelt so hoch wie bei alleinigen Rauchern.<\/p>\n<p>Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer krankheitsbeg\u00fcnstigender Faktoren. Dazu geh\u00f6ren\u00a0<strong>mechanische Reizungen<\/strong>, etwa durch schlecht sitzende Prothesen oder scharfe Zahnkanten, die an der Zunge und anderen Stellen der Mundschleimhaut scheuern, ebenso wie ein schlechter Ern\u00e4hrungsstatus mit\u00a0<strong>Vitamin-und\u00a0Eisenmangel\u00a0<\/strong>sowie mangelhafte Mundhygiene.<\/p>\n<p>Insgesamt betrachtet,\u00a0<strong>\u00fcberleben zwischen 50 und 60% der Patienten<\/strong>\u00a0mit einem Tumor der Mundh\u00f6hle die ersten f\u00fcnf Jahre nach Diagnosestellung. Die individuelle Prognose h\u00e4ngt allerdings ma\u00dfgeblich davon ab, in welchem Stadium der Krebs erkannt und behandelt wird. So sind die Heilungschancen bei Lippenkrebs vergleichsweise gut, weil dieser oft schon im Anfangsstadium auff\u00e4llt. Auch bei Patienten mit einem weniger als 4 cm messenden Zungentumor und ohne Befall der Lymphknoten liegt die 5-Jahres-\u00dcberlebensrate deutlich \u00fcber 60%.<\/p>\n<p><strong>Die 5-Jahres-\u00dcberlebensrate sinkt auf ca. 40%, wenn sich in den Halslymphknoten Metastasen gebildet haben.<\/strong>\u00a0Bei Fernmetastasen ist die Prognose ung\u00fcnstig. Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig die Fr\u00fcherkennung von Mundh\u00f6hlenkrebs ist. Deshalb sollten Ver\u00e4nderungen an der Mundh\u00f6hle, wie l\u00e4nger bestehende Schwellungen oder nicht abheilende wunde Stellen, unbedingt vom Arzt abgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem m\u00fcssen nach einem \u2013 erfolgreich behandelten \u2013 Mundh\u00f6hlenkarzinom\u00a0<strong>regelm\u00e4\u00dfig Kontrolluntersuchungen<\/strong>\u00a0durchgef\u00fchrt werden, um ein Wiederauftreten des Krebses (Rezidiv) rechtzeitig zu entdecken. Im ersten Jahr wird f\u00fcr die Nachsorgeuntersuchungen ein Abstand von ein bis drei Monaten empfohlen, bis zum Ende des f\u00fcnften Jahres alle sechs Monate. Danach gen\u00fcgen j\u00e4hrliche Kontrollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00f6sartige Tumoren in der Mundh\u00f6hle werden als Mundh\u00f6hlenkrebs bezeichnet. Zur Mundh\u00f6hle gez\u00e4hlt werden die gesamte Mundschleimhaut vom Lippenrot bis zum vorderen Gaumenbogen, der harte Gaumen, die Wangenschleimhaut, das Zahnfleisch, der Mundboden und die bewegliche Zunge. Sowohl Lippenkrebs als auch Zungenkrebs sind somit eine Art von Mundh\u00f6hlenkrebs. 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